Für die UWT ist der vorgelegte Haushaltsentwurf trotz möglicher großer Mehrheit im Rat nicht rechtens. Nach Auffassung der UWT verstößt der Haushaltsentwurf an signifikanten Stellen gegen geltendes Gesetz. Auch die aktuellen Äußerungen gegen die Position der UWT vom Bürgermeister Goßen ist für die Wählergemeinschaft eher ein scheinheiliger Versuch von der eigenen Verantwortung abzulenken.
Hintergründe: In der letzten Hauptausschusssitzung am 15.03.2012 hat die UWT Tönisvorst einen Antrag eingebracht, der die Rücknahme des aufgestellten Haushaltsentwurfes aus formellen und materiellen Mängeln zum Inhalt hatte. In der Antragsbegründung heißt es aus Sicht der UWT, dass der Entwurf gegen gesetzliche Vorschriften verstoße und daher nicht zur Abstimmung kommen sollte. Die UWT hat hierzu auch einen Argumentationskatalog erarbeitet und dem Antrag beigefügt. "Dem Chef der Verwaltung sind unsere Bedenken mannigfaltig vorgestellt worden, aber sie sind ihm wohl egal oder unangenehm!" ist aus Fraktionskreisen der UWT zu hören. Weiter heißt es, "Auch das Argument die "SAP Einführung" zu nutzen, formelle Mängel zu begründen geht ins Leere. Der Haushaltsentwurf wurde bereits Monate vor der technischen Migration auf einen neue Softwarelandschaft nachweislich eingebracht. Im Entwurf hätte das mithin also keine Rolle spielen dürfen!"
"Wenn der Bürgermeister nun die Beteiligung der UWT öffentlich kritisiert möchte ich darauf hinweisen, dass er unsere Argumentation aus vielen Gesprächen und Hinweisen nur zu gut kennt und mit falschen Beteiligungsmeinungen an der kommunalen Haushaltsgestaltung Nebelkerzen wirft, um von seiner eigenen Verantwortung als Behördenleiter abzulenken. Das wird ihm aber auf lange Sicht nicht gelingen!", wird Peter Lambertz, Fraktionschef der UWT in der aktuellen Pressemitteilung zitiert.