UWT nicht grundsätzlich dagegen

Tönisvorst. In der letzten Planungsausschusssitzung wurde das Bauvorhaben auf dem Grundstück der Grundschule am Kirchplatz thematisiert und als Projekt vorangetrieben. Die UWT stimmte einzig gegen die Beschlussvorgabe der Stadt erklärt aber in Ihrer aktuellen Pressemitteilung, dass die Unabhängigen Wähler nicht grundsätzlich diesem Projekt negativ gegenüber eingestellt sind.

„Es ist uns wichtig die Position näher zu erläutern“, wird Jörg Frick in der aktuellen Veröffentlichung der UWT zitiert, „dass wir zum jetzigen Zeitpunkt diese Entscheidung nicht treffen können, da es noch sehr wichtige Fragen gibt, die ungeklärt sind!“. Was ist mit der Feuerwehr-und Rettungsanbindung fragt die UWT Fraktion erneut? Diese Frage ist für sie elementar für dieses Vorhaben. Immerhin soll eine Mehrgenerationenanlage realisiert werden. „Wenn dann Hilfe nicht so schnell wie möglich anlanden kann ist das nicht nur nicht optimal sondern auch ausgrenzend für Menschen die auf diese Hilfe angewiesen sind. Sie scheiden dann als zukünftige potentiellen Mieter aus?“ möchte Fraktionschef Peter Lambertz wissen.

„Was ist mit der Grundprämisse für dieses Projekt, nämlich der Weg zum Pastorswall?“, fragt Frick weiter. „die Politik hat dies als Grundbedingung in die Projektbeschreibung eingeschrieben. Der Bauträger hatte seinerzeit als einziger eine Lösung in seiner Bewerbung skizziert und deshalb den Zuschlag für das Projekt erhalten. Weitere validierbare oder nachvollziehbare Bemühungen und oder Absichtserklärungen über Kaufverhandlungen für die Schaffung einer Realisierbarkeit werden stets nur mündlich kurz und knapp vorgetragen. Darüber findet sich seit der eingereichten Projektbeschreibung keinerlei weiteren Dokumentation in irgendeiner Unterlage zu einer Sitzung“, stellt Frick fest. „Und im Projektverlauf wird dann die objektive Unmöglichkeit einer Realisierung des Weges kurz erklärt und die Politik aber auch die Tönisvorster Bürger müssen das dann so schlucken? Das wollen wir nicht und haben deshalb im Ausschuss dagegen gestimmt und fordern vom Bauträger die Offenlegung seiner Bemühungen in dieser Sacher.

Ein weiteres Anliegen der UWT ist, dass die Ausfahrtsituation über den Alten Markt diskussionswürdig ist. So einfach wie vorgestellt wird es nach Meinung der UWT nicht gehen und Umbaumaßnahmen sind vor dem Hintergrund der öffentlichen Förderung bei Umbau des Alten Marktes ebenfalls ein Hemmnis für größere Anpassungen bei der Verkehrsführung. Auch hier sieht die UWT eine offene Flanke mit erheblichem Ärgerpotential, der später auf die Stadt sozialisiert werden könnte. Dies wollen die Unabhängigen Wähler ebenfalls im Vorfeld vermeiden!

„Es geht darüber hinaus auch nicht um Personen. Persönlich mag ich Hermann Tecklenburg. Er ist ein guter Typ, erfolgreicher Unternehmer und angenehmer Mensch, dass da nicht ein falscher Eindruck entsteht. Auch die gezeigten ersten Bilder waren maximal professionell und anschaulich, aber ob man schon Gerüche aufnehmen kann, ohne dass die Küche gebaut ist mehr als fraglich“, meinte Frick zum Abschluss in Anspielung auf die Äußerungen eines CDU-Mitgliedes.